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Traumafolgestörungen

Posttraumatische Belastungsstörungen - für Laien oft sogar besser als psychische Verletzung zu begreifen – sind nach besonders gravierenden Ereignissen und Erlebnissen auftretende psychische Symptome. Diese führen zu vielfältigen Beschwerden und Beeinträchtigungen. Doch es gibt Hilfe und Unterstützung 

Mobirise

Psychische Traumafolgestörungen entstehen durch das Erleben einer als bedrohlich erlebten Situation, bei der die psychische Belastung höher ist, als die in diesem Moment zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Abgrenzung, Kompensation oder Verarbeitung des Erlebten. Das ist nicht nur unterschiedlich von Mensch zu Mensch sondern sogar von Situation zu Situation. Die innere Stabilität, aus der solche Ressourcen entstehen, ist nicht bei jedem Menschen gleich und ist auch bei ein und dem selben Menschen nicht immer gleich gut. Zudem ist das Phänomen einer spezifischen Reaktion auf multiple Traumatisierungen beschrieben, bei denen jedes einzelne Ereignis zwar nicht als gravierend erkannt wird, in der Summe dann aber doch eine erhebliche Erschöpfung der vorbestehenden Ressourcen eintritt. 

In den psychiatrischen Diagnose-Systemen werden als typische Traumata belastende Ereignisse oder längere oder kürzere Situationen beschrieben, die eine außergewöhnliche Bedrohung für das Individuum hervorrufen oder die katastrophenartiges Ausmaß haben und die „bei fast jedem“ mindestens eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würden. Das sind meist Ereignisse, bei denen die Bedrohung oder Gefährdung der eigenen Person im Sinne einer realen Lebensgefahr gesehen wird. Auch schwerwiegende und plötzlich auftretende Verletzungen oder Erkrankungen mit Lebensbedrohung können eine mögliche Ursache sein. Daneben kann ein Trauma-Auslöser auch sein, als Zeuge eine solchen schwerwiegenden Ereignisses, etwa eine schweren Verkehrsunfalls, einer Explosion, etc. beizuwohnen, selbst wenn die eigene körperliche Integrität nicht betroffen ist.

Die Folgen von psychischen Traumatisierungen sind vielfältig. Entsprechend der jeweiligen inneren Stabilität kann ein Trauma mehr oder weniger gut nach einer möglicherweise auftretenden akuten Schockreaktion allein durch die eigenen Ressourcen, durch Kontakte und Kommunikation mit Freunden, Kollegen und Familie überwunden werden, so dass längere oder gravierende Folgen ausbleiben. Es kann aber auch der Fall eintreten, dass die eigenen Ressourcen und die Mechanismen im eigenen sozialen Umfeld nicht ausreichen und sich eine ausgeprägtere psychische Belastung mit zahlreichen Symptomen als sogenannte Traumafolgestörung entwickelt. In diesem Fall sollte eine professionelle Unterstützung und Bearbeitung einsetzen, die je nach Erwartungen des Betroffenen und Ausprägung und Schweregrad der Traumafolgen durch einen Kontakt zu einer psychosozialen Unterstützung oder Seelsorge, eine intensiveren psycho-therapeutischen Behandlung oder sogar einer stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Maßnahme erfolgen kann. 

Symptome einer Traumafolgestörung

  1. Wieder-Erleben- Die Symptome des Wiedererlebens sind Flasbacks (unerwartete, plötzliche Erinnerungen an das Trauma und die Traumareaktionen), Albträume, oder auch Intrusionen (Teil-Erinnerungen, die sich immer wieder aus dem Gedächtnis aktivieren) 
  2. Vermeidung - durch das Vermeiden von Situationen, Orten oder Handlungen wird versucht, den (vermeintlich) damit verbundenen Belastungsverstärkungen entgegen zu wirken. Es werden aber auch Aktivitäten und Interessen vermieden, die früher positiv belegt waren und es fehlt an emotionaler Beteiligung.
  3. Über-Wachsamkeit - Das Gefühl der Gefährdung tritt immer wieder auf und führt zu einer erheblichen psychischen und körperlichen Anspannung, zu übermäßiger Wachsamkeit und zu Schreckhaftigkeit sowie zu Schlafstörungen. 

Behandlung von Traumafolgestörungen

Psychotherapie

Verschiedene Psychotherapie-Verfahren haben ihre Wirksamkeit zur Verbesserung der Symptomatik bei Traumafolgestörungen gut belegt. 

Medikamente

Nur in ganz bestimmten Fällen und zur Behandlung genau beschriebener Symptome machen Medikamente bei psychischer Traumatisierung Sinn. 

online-Intervention

Die Unterstützung durch eine online-Intervention ist eine sinnvolle Hilfe und in der Wirksamkeit in wissenschaftlichen Studien belegt. 

Mobirise

Viele Ansätze sind wirksam! Die Behandlung von Traumafolgestörungen, insbesondere von PTBS, kann am besten durch eine Psychotherapie erfolgen. Auch wenn die "Eye movement desensitisation and reprocessing EMDR" sehr gute Ergebnisse zeigt (und eine sehr gute Informations- und Imagearbeit macht) ist dies doch keineswegs die einzige sinnvolle Traumatherapie. Auch spezifische Ansätze von kognitiver Verhaltenstherapie oder psychodynamische Therapieansätze sind sehr gut geeignet, um psychische Traumafolgen zu verbessern. Da Achtsamkeit und Akzeptanz ebenfalls als wirksam beschrieben sind, können auch Verfahren der 3. Welle der Verhaltenstherapie angewendet werden. Die online-Therapie ist in spezifischen Verfahren ebenfalls als wirkam belegt. Psychopharmaka hingegen haben nur in wenigen besonderen Fällen eine Berechtigung.  

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