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Zahnarzt-Angst

Die Angst vor dem Zahnarzt - mehr als 10 % aller Menschen ist hiervon betroffen und gequält. Wir zeigen Ihnen, was damit verbunden ist und was Sie tun können, um dieser Angst erfolgreich zu begegnen. 

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Vor keinem anderen Arzt haben die Deutschen so viel Angst wie vorm Zahnarzt. Schätzungsweise zehn Millionen Deutsche fürchten sich vor Zahnuntersuchungen und -behandlungen. Bei sehr starker Angst kommt es auch oft zur kompletten Vermeidung von Zahnarztbesuchen, was desaströse Folgen für das Gebiss der Betroffenen haben kann. Angst vorm Zahnarzt geht häufig mit einem Gefühl von „Hilflosigkeit“ und „ausgeliefert sein“ einher. Oft sind Patienten bei der Behandlung sehr verspannt aus Angst, dass die Behandlung schmerzen könnte. Zum Glück sind viele Zahnärzte auf den Umgang mit Angstpatienten vorbereitet. Es gibt auch Zahnärzte, die sich ausschließlich auf die Behandlung von Patienten mit Zahnarztangst spezialisiert haben. Trauen Sie sich, Ihrem Zahnarzt offen von Ihren Ängsten und Befürchtungen zu berichten. So kann er besser auf Sie eingehen und die Behandlung für Sie angenehmer gestalten. Es gibt auch diverse gut wirksame psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten, die Ihnen bei der Bewältigung dieser speziellen Angst helfen können.

Etwa 10 Mio. Deutsche fürchten sich vor dem Besuch beim Zahnarzt und viele davon vermeiden den Zahnarzt völlig. Dadurch kommt es zu erheblichen Problemen, denn die Zahngesundheit ist wichtig und kaputte Zähne schmerzen nicht nur, sondern führen auch nicht selten zu Ernährungsproblemen und damit zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Schwierigkeiten.

Doch was ist die Ursache?

Ein Teil der Zahnarzt-Phobiker hat einfach (und nachvollziehbar) Angst vor den Schmerzen, die oft bei den Aktionen des Zahnarztes entstehen. Bohren, Kratzen, Drücken - all das kann richtig weh tun. Das ist besonders dann ein wichtiger Grund, wenn Sie unter einem sehr sensiblen Rachenbereich oder Zahnfleisch leiden. Der Schmerz ist dann oft nur kurz, aber es reicht, um eine Zahnarzt-Phobie zu unterhalten. Andere befürchten, dass der Zahnarzt grob sein könnte oder unsensibel, ihre Ansichten, Erwartungen und Ängste einfach nicht bemerkt. 

Auch treten Ängste auf, weil man sich denkt, der Zustand von Zähnen oder Zahnfleisch sei nicht schön. Oder weil Sie die Handlungen des Zahnarztes nicht verstehen. Dazu kommt, dass viele Menschen schlechte Erinnerungen an Zahnarztbesuche haben. Allein schon die Untersuchung des Mundraums mit einem Instrument, Ausspülen mit Wasser, Kühlen und Blasen mit Luft – das macht es unangenehm. Der spezifische Geruch und das Ambiente einer Zahnarztpraxis ist ein Problem, die Unterbrechung der alltäglichen Routine ein anderes. Aktuelle Studien in funktionellen MRT zeigen, dass es enge Verbindungen zwischen den Hirnarealen für Lernen, Gedächtnis und Gefühle und den Geräuschen und Bildern aus Zahnarztpraxen gibt. Hier scheint es eine sehr tiefe Verbindung der Angst mit Gefühlen im Gehirn zu geben. Vertrauen und Reden kann helfen! Der beste Weg, die Angst vor dem Zahnarzt zu überwinden, ist es, mit dem Zahnarzt zu reden. Wenn Sie das Gefühl haben, dass der Zahnarzt Sie versteht, Ihnen zuhört und Ihnen dann besonders sorgfältig erklärt, was zu tun ist und warum, reduziert das den Stress nachweislich.

7 Tipps zur Überwindung der Angst

  1. Reden Sie mit dem Zahnarzt - Teilen Sie Ihre Sorgen und Ängste. Mit dem Zahnarzt und dem Assistenzpersonal die eigenen Ängste zu teilen, führt dazu, dass sich diese mehr Mühe geben, Ihnen alles zu erklären und sich um Sie kümmern.
  2. Atmen Sie langsam und ruhig - Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung. Während der Behandlung sollten Sie sich immer wieder einmal auf ihre Atmung konzentrieren. Atmen Sie ruhig und langsam, halten Sie bewusst immer wieder einmal einen Atemzug „die Luft an“ und atmen Sie tief in den Bauch hinein, bis Sie merken, dass der Bauch ganz prall wird. Atmen Sie dann langsam aus. Oftmals atmen Angstpatienten beim Zahnarzt zu schnell – und das führt nicht zu besserer, sondern zu schlechter Sauerstoffversorgung!
  3. Ablenkung - Hören Sie Musik. Wenn Sie sich per Kopfhörer mit Ihrer Lieblingsmusik versorgen, finden SIe Spül-, Saug- und Bohrgeräusche nicht mehr so erschreckend und beängstigend. 
  4. Vorbereitung - Achten Sie auf die Ernährung. Unmittelbar vor einem Zahnarztbesuch sollten Sie keinen Kaffe oder koffeinhaltige Getränke mehr zu sich nehmen. Ein Proteindrink kann sinnvoll sein, um einen beruhigenden Effekt zu haben. Zucker in Getränken oder Speisen führt dagegen zu einer kurzfristigen Steigerung der Anspannung und bringt vor dem Zahnarztbesuch negative Energie.
  5. Handzeichen - Nutzen Sie Hand-Signale. Weil Sie mit dem Zahnarzt während dessen Arbeit nicht gut reden können, kann es sinnvoll sein, wenn Sie mit ihm vorher vereinbaren, auf bestimmte Hand-Signale zu achten. Das kann dann genutzt werden, damit der Zahnarzt bei bestimmten Maßnahmen eine Behandlung unterbricht. 
  6. Tageszeit - Achten Sie auf die Zeit Ihres Zahnarzttermins. Es gibt Zeiten am Tag, zu denen Sie sich entspannter fühlen und andere, die Sie eher stressen. Viele Menschen sind vormittags entspannter, andere eher nachmittags oder am frühen Abend. Nutzen Sie einen Termin, der zu Ihrer ganz persönlichen Entspannungszeit passt. 
  7. Empfehlung -  Achten Sie auf Bewertungen. Wenn Sie einen Zahnarzt neu suchen, dann hören Sie auf Empfehlungen von Freunden oder Kollegen und sehen Sie im Internet nach. Es schafft Vertrauen und Entspanntheit, wenn man das Gefühl bekommt, dass auch andere Menschen dem Zahnarzt schon vertrauen konnten und Sie das dann auch schaffen können.
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In ganz schwierigen Situationen, etwa wenn die oben geschilderten Tipps nicht ausreichen oder besonders belastende Zahnarzt-Aktionen bevorstehen, kann es auch sinnvoll sein, die Angst mit Medikamenten zu bekämpfen. Ihr Hausarzt oder ein Psychiater kann Ihnen ein entsprechendes Medikament verordnen und dann wird der Zahnarztbesuch nur noch halb so schlimm. Allerdings ist es dann besonders wichtig, dass Sie dem Zahnarzt berichten, welches Medikament Sie genommen haben. 

Nur sehr selten sind Zahnarzt-Phobien so ausgeprägt, dass auch mit verhaltenstherapeutischen Maßnahmen, milden Beruhigungsmitteln oder Angstmedikamenten keine ausreichende Entlastung möglich ist. Oder wenn absehbar ist, dass die Eingriffe die Wirkdauer von solchen Medikamenten überschreiten und länger dauern. Dann kann tatsächlich im Einzelfall einmal eine Narkose nötig werden, damit der Zahnarzt überhaupt arbeiten kann. Das muss dann aber die Krankenkasse im Vorfeld genehmigen. 

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